Ein wahrer Demokrat — Teil 4: Immer dagegen

Und weit­er geht’s mit unser­er Analyse dieses State­ments aus dem Bezirks­blatt, Aus­gabe 29./30. Jän­ner 2020:

Der Traum des Bürgermeisters

Der Traum des Bürg­er­meis­ters (Bezirks­blatt Tulln, 29./30. Jän­ner 2020)

Wen­den wir uns jet­zt dem — fehlen­den — Wahrheits­ge­halt der Behaup­tung “die haben sich nur enthal­ten und gegen alles ges­timmt” zu. Als Analy­sew­erkzeuge sollen uns Gemein­dezeitung und Gemein­der­at­spro­tokolle dienen. Die Quellen sind jedem zugänglich, die Gemein­dezeitung in Papier­form oder über die Web­site der Gemeinde,die Gemein­der­at­spro­tokolle über die Web­site der ÖVP Königs­brunn. Es kann sich daher jed­er von der Schlüs­sigkeit unser­er Darstel­lung und davon, daß obige Behaup­tung jeglich­er Grund­lage ent­behrt, selb­st überzeu­gen.

Im den Aus­gaben des Jahres 2019 wird über ins­ge­samt 37 Abstim­mungsergeb­nisse des Gemein­der­ats berichtet (5 in der Märzaus­gabe, 14 in der Juni­aus­gabe, 8 in der Okto­ber­aus­gabe und 10 in der Dezem­ber­aus­gabe). Ein­stim­mig beschlossen wur­den davon 30 Punk­te. Da in jed­er Gemein­der­atssitzung zumin­d­est ein­er unser­er Man­datare anwe­send war (s. die Gemein­der­at­spro­tokolle), sind das also schon ein­mal 30 von 37 Punk­ten, bei denen KLuG sich nicht enthal­ten hat und nicht dage­gen ges­timmt hat. (Es gibt übri­gens sog­ar Punk­te, bei denen es ÖVP-Gemein­deräte gewagt haben, gegen den Main­stream der Mehrheit zu stim­men bzw sich zu enthal­ten: da wird der Herr Bürg­er­meis­ter aber böse gewe­sen sein!)

Nehmen wir also die Abstim­mungssta­tis­tik nur des let­zten Jahres, aus der klar ersichtlich ist, daß KLuG nur bei knapp 20% der Abstim­mungspunk­te dage­gen ges­timmt bzw. sich enthal­ten hat: dass man angesichts dessen zur Aus­sage “die haben sich nur enthal­ten und gegen alles ges­timmt” kom­men kann, kann also nur durch bewusste Falschdarstel­lung oder mas­sive Gedächt­niss­chwäche erk­lärt wer­den. Da wir — wie schon früher fest­gestellt — keine böse Absicht unter­stellen, kann es sich also nur um eine schwere Amne­sie han­deln, umso schw­er­er, als die let­zte Gemein­der­atssitzung keine zwei Monate her ist. Rein men­schlich ist das natür­lich höchst bedauer­lich. Aber kann jemand mit einem solch ekla­tan­ten kog­ni­tiv­en Manko das Amt eines Bürg­er­meis­ters noch ausüben?

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